Wie wird Arthrose alternativ behandelt werden?

Während physikalische Therapie, Krankengymnastik und Gelenkinjektionen zwar eine vorübergehende Besserung schaffen können, sind diese Therapieformen nicht in der Lage, der arthrotischen Entwicklung eine entscheidende Wende zum Besseren zu geben. Auch arthroskopische Operationen, die nur der Beseitigung von Störfaktoren (z.B. abgerissene Meniskus- oder Knorpelteilchen) dienen oder gar auf dem Konzept einer "Knorpelglättung" basieren, können zu keinem dauerhaften Erfolg führen. Zwar ist die Beseitigung von Störfaktoren ein wichtiger Teil jeder arthroskopisch-chirurgischen Behandlung, das Entscheidende jedoch ist die Anregung zum Überwachsen beschädigter Knorpelstellen oder bereits freiliegender Knochenflächen mit einem Ersatzknorpelgewebe. Dieses Ziel kann sowohl mit dem sogenannten Shaving als auch mit der Knochenabrasion als auch mit sogenannten Microfractures oft in einer Kombination von allen drei Verfahren erreicht werden. Diese Alternative ist ganz besonders für jüngere Patienten interessant, für die eine Versorgung mit einer Endoprothese aus Altersgründen natürlich nicht in Frage kommt. Gerade für diese Altersgruppe hat das normale orthopädische Behandlungsspektrum keine ausreichende Antwort parat und die Wiederherstellung derartig schwer geschädigter Gelenke oft bis hin zur Wiedererlangung der Sportfähigkeit stellt eine ganz besondere Herausforderung dar.

Wie lange werde ich arbeitsunfähig sein?

Büroarbeiter können normalerweise nach einer Abrasion nach etwa zwei bis drei Wochen zum Arbeitsplatz zurückkehren, natürlich unter der Voraussetzung, daß für die Gesamtdauer von zehn bis zwölf Wochen Krücken getragen werden, da sich ansonsten das Ersatzknorpelgewebe nicht oder nur unvollständig ausbilden würde. Sollte die Wiederaufnahme der Arbeit unter Benutzung von Stockstützen nicht möglich sein, muß der Patient gegebenenfalls für den gesamten "Krückenzeitraum" der Arbeit fern bleiben.

Wie sieht es mit der Rückkehr zum Sport aus?

Die Wiederaufnahme sportlicher Aktivität hängt natürlich von der Qualität, d.h. der Schichtdicke, der Gewebsdichte und dem Anschluß an das umgebende Normalknorpelgewebe ab. Diese Fragen lassen sich nach einer Abrasion auch ohne erneute Arthroskopie mit Hilfe einer speziell auf die Fragestellung abgestimmten Kernspintomographie beantworten. In vielen Fällen, vor allem wenn deutliche Achsfehlstellungen im Sinne des X- oder O-Beins vorliegen, muß neben der Abrasion auch noch eine Ausrichtung der Längsachse des Beines (Umstellungosteotomie) erfolgen. So ist es in vielen Fällen gelungen, Patienten zum Tennisspiel und Skilauf, um nur zwei Beispiele zu nennen, zurückzuführen. Die Wiederaufnahme derartig belastender Sportarten ist allerdings im ersten Jahr nach der Operation nicht empfehlenswert, da während dieses Zeitraums immer noch Auf- und Umbauvorgänge in dem neuen Gewebe stattfinden.

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